Sachverständigenbüro Dipl.-Ing. (FH) Michael Sauter
Fertighaus
Augen auf beim Kauf eines Fertighauses.... Die Vertragskonstellationen mit verschiedenen Partnern können zu Problemen führen...... Die Angebote der Fertighaus-Hersteller: Viele Fertighaushersteller, auch namhafte Firmen, haben besondere und auch fragwürdige Vertragskonstellationen, die für den Bauherren bei Problemen an der Baustelle manche Hürden aufbauen. Das beginnt damit, dass Sie z. B. einen Architekten, der Ihnen vom Hersteller vorgegeben wird, mit der Planung beauftragen und diesen dann extra abrechnen müssen. Weiter müssen Sie z. B. für einen Keller wiederum an einen fremden Rohbauer beauftragen und wiederum müssen Sie mit diesem Rohbauer persönlich abrechnen. Die Planungsverantwortung, so steht es in vielen Verträgen, liegt dann bei Ihnen selbst als Bauherr! In vielen Fällen wird kein Bodengutachten erstellt, mit der Begründung, dies sei nicht not- wendig. Meist wird auch eine vorliegendes Bodengutachten nicht im Angebot berücksichtigt. Vielmehr wird erst in der Planungsphase darauf Bezug genommen. Damit sind die ersten Nachträge vorprogrammiert. Kann sein - muss nicht sein. Aber die Unsicherheit bleibt! Letztendlich haften Sie für die Versäumnisse in der Beratung des Anbieters! In letzter Zeit stelle ich fest, dass für Fertighäuser meist ein Dünnputzsystem verwendet wird. Bei einer Verdübelung der Dämmplatten auf dem Holzständerwerk können diese Dübel später sichtbar werden. So kann es nach Jahren zu einem sogenannten Leopardeneffekt kommen. Deshalb sollte man gerade auf diesen Punkt im Vertrag achten und ein Dünnputzsystem ausschließen.