Sachverständigenbüro Dipl.-Ing. (FH) Michael Sauter
Gutachten Schäden an Gebäuden
Meist werde ich von Rechtsanwälten und Bauherren schon seit vielen Jahren mit der Erstellung von Gutachten über Mängel und Schäden an Gebäuden beauftragt. Die Gutachten dienen meist als Grundlage und Unterstützung für den Bauherrn zur Klärung der Mängel und zur Auseinandersetzung mit dem betreffenden Handwerker oder Planer. Oder ein Gutachten dient als Grundlage für ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren, das ein Auftraggeber, oder Bauherr als letzten Schritt noch innerhalb der Gewährleistungsfrist - nach BGB beträgt diese 5 Jahre nach Abnahme - einleiten kann. Diese Gutachten müssen für den Leser verständlich und nachvollziehbar sein. Überwiegend wird mir immer die Frage gestellt, ob ein Ausführungsart eines Gewerks nachhaltig und gebrauchstauglich ist. Besonders innerhalb der Gewährleistungsfrist ist es notwendig einen Baumangel rechtzeitig zu begutachten, damit ein Handwerker oder ein Generalübernehmer seiner Nachbesserungsplicht nachkommen und eine damit verbundene Mangelbeseitigung durchgeführt werden kann. Denn später kann aus einem nicht behobenen Mangel ein großer Schaden entstehen. Zur rechtlichen Beratung lohnt es sich immer einen erfahrenen Rechtsanwalt für Bau- und Architektenrecht mit einzubeziehen. Hierbei können zum Beispiel folgende Bereiche begutachtet werden: - Schimmelschäden: Begutachtung, Ursachenforschung - Wasserschäden, z. B. nach einem Brandschaden oder Rohrleitungsbruch im Gebäude, etc. - Schäden an Wärme-Dämm-Verbund-Systemen (WDVS) - Schäden an Balkonen - Tiefgaragen und Parkdecks - Flachdächer und weiterer Problembereiche Scheuen Sie sich nicht und nehmen Sie Kontakt mit mir auf.
Wärmedämmverbundsystem (WDVS) Am Beispiel zeigt, dass hier ein ein Verarbei- tungsfehler vorliegt. Die Fugen der Dämm- platten werden sichtbar. Die Fugen zwischen den Platten wurden mit Kleber verfüllt. Der zuständige Planer oder Bauleiter hat die Facharbeiter nicht kontrolliert. Die Fugen der Dämmplatten zeichnen sich bei Regen ab. Ursache sind zu große Abstände der Dämmplatten. Einer verantwortungsvollen Bauleitung hätte dieser Verarbeitungsmangel auffallen müssen!
Wasserschaden an einem Flachdach: Es ist so viel Wasser in die Dachkonstruktion eingedrungen, dass beim Öffnen der Dach- dämmung ca. 12 cm Wasser auf der Decke stand. Nur eine funktionierende Dampfsperre hat schlimmeres in den darunter liegenden Wohnungen verhindert. Die Ursache waren unzureichende An- schlüsse an die Attika und an den aufgehen- den Wänden.
© Dipl.-Ing. (FH) Michael Sauter März 2021
Dachterrasse mit starkem Bewuchs: Unter dem Terrassenbelag, der auf einer Kies- lage liegt, bleibt das Wasser immer mit einem Rest auf dem Flachdach stehen. Dadurch kann Unkraut und Moos zwischen den Fugen sehr leicht wachsen. Eine andere Konstruktion der Entwässerung hätte dies evtl. vermeiden können. Es geht immer um das Thema „Gebrauchstaug- lichkeit“ und „Nachhaltigkeit“. In der Planung muss für eine spätere regelmäßige Inspektion mit evtl. Wartung und Instandsetzung so gestaltet werden, dass hierbei nur geringe Kosten anfallen. Die Dachterrasse (Flachdach) befindet sich auf dem unten gezeigten Gebäude. Das obere linke Bild zeigt, dass eine ungeschützte Fugen nie dicht sein kann. Hier ist keine nachhaltige Gebrauchstauglichkeit gegebn. Über kurz oder lang wird eine Abdeckung auf die Brüstung aufgebracht, damit der Konstruktionsfehler nicht noch mehr Schaden verursacht. Das Bild rechts und das Bild oben recht darüber zeigen eine Fassade, die mit Glassteinen (5 cm x 5 cm) beklebt wurde. Aber es wurde nicht darauf geachtet, dass die vorgehängte wasserempfindliche Wandkonstruktion (siehe großes Bild - quer) durch eine wasserdichte Attika geschützt wird. Somit dringt Wasser in die vorgehängte Fassade ein und es lösen sich ungehindert durch die Feuchtigkeit die Fliesen und fallen herab. Die gezeigte Fassade ist auf dem Bild 4 Jahre alt!